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Das veränderliche algorithmische Muster miteinander
verknüpfter Bild- und Klangwelten wird durch die gescannten Handlinienmuster
der Besucher ständig neu aktiviert und verändert. Die Daten
werden sowohl am fest installierten Scannerterminal als auch an den mobilen
Stationen erfasst. Die unterschiedlichen und individuell einzigartigen
Handlinien erscheinen auf der Projektionsfläche jeder Installation
zusammen mit der Ortsangabe der Person, deren Hand gescannt wurde, z.
B. New York, Tokyo, Berlin, Melbourne usw.. Diese Linien verschmelzen
mit den bereits vorhandenen und erzeugen eine neue Reihe von Transformationen
sowohl in der visuellen wie auch in der akustischen Umgebung. Auf diese
Weise stellt jeder Besucher eine Verbindung zum vernetzten Kunstwerk her
und haucht ihm neues Leben ein. Durch einen rituellen Handschlag belebt
der Besucher eine faszinierende Welt visueller, akustischer und thematischer
Beziehungen und wird dadurch selbst zu einem Protagonisten des allumfassenden
"Web of Life".
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Die in Echtzeit errechnete projizierte Bildwelt erzeugt
ständig neue Strukturen und Muster, ein organisches Geflecht aus
visuellen und thematischen Beziehungen, welches beispielsweise an das
neuronale Netz des menschlichen Gehirns erinnert, das Strassengewirr einer
Stadt, an die Leiterbahnen von Platinen, an ein die Verzweigung einer
Flussmündung oder an das filigrane Arteriennetz des menschlichen
Körpers. Diese Ikonographie von Netzwerkstrukturen und prozessen
wird unterstützt durch die Verwendung von kreativ bearbeitetem Archivmaterial,
welches als Sequenzen aus einer umfangreichen Datenbank dynamisch abgerufen
wird, und zwar einzeln oder in Kombinationen von bis zu vier Clips.
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Die Web of Life-Projektionen werden durch eine eigens
entwickelte Software implementiert, deren grundlegendes Konzept das Netz
ist. Es handelt sich dabei um eine interaktive und erweiterbar kodierte
Umgebung, in der einzelne Module so genannte Programmknoten
miteinander verknüpft werden und in Echtzeit visuelle Netze erzeugen.
Jeder Programmknoten bearbeitet eine bestimmte Aufgabe wie z. B. die Steuerung
der Benutzerinterfaces, die Auswahl und das Abspielen von Videosequenzen,
die Modifikation des visuellen Netzwerks und die Kommunikation über
das Internet. Das visuelle Netz ist als selbstorganisiertes System programmiert
und verwendet aus der Biologie stammende Metaphern, etwa die das Neuronenwachstums.
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